Ziele
Den Klimawandel mit seinen weitreichenden und regional sehr unterschiedlichen Folgen für Mensch und Natur aufzuhalten oder zumindest zu verlangsamen, ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Ob sich die Menschheit an die bevorstehenden Veränderungen rechtzeitig anpassen kann, wird in einem hohen Maße davon abhängen, ob die Ergebnisse aus Forschung und Wissenschaft in ausreichendem Umfang kommuniziert werden. Weltweite Netzwerke von Klimainformationszentren, die insbesondere auf regionaler Ebene aussagekräftige wissenschaftliche Bewertungen zur Verfügung stellen, können hier einen wichtigen Beitrag für Entscheidungsprozesse in der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft liefern.
Das Klima ist ein komplexes System, in dem verschiedene Teilsysteme ("Sphären") wie z.B. die Atmosphäre oder die Ozeane wechselseitig aufeinander wirken. Die Vorhersage von Klimaänderungen erfordert Kenntnisse darüber, wie die Teilsysteme in sich funktionieren, wie sie zusammenhängen und welche Faktoren sie beeinflussen. Nirgendwo sonst auf der Erde verändert sich das Klima so schnell wie in den Polarregionen. Das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft besitzt hier eine einzigartige Expertise.
Unser Ziel ist es, mit der Einrichtung des regionalen Klimabüros das Institut konzeptionell und organisatorisch in die Lage zu versetzen, die Ergebnisse seiner klimarelevanten Schwerpunktforschung in den Polargebieten in angemessener und differenzierter Form für nationale und internationale Zielgruppen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nutzbar zu machen. Die Wissenskommunikation als unverzichtbarer Bestandteil der Forschungsarbeit am Alfred-Wegener-Institut erhält damit eine weitere wichtige Komponente, um die gesellschaftliche Wirkung der wissenschaftlichen Erkenntnisse zu verbessern.
